Die bergische Bauweise

Eine klassiche Baustelle für uns. Typisch für das bergische Fachwerk- oder Schieferhaus oder für die bergische Bauweise, der Heimatschutzarchitektur nach der Jahrhundertwende ist der Dreiklang der Farben Schwarz-Weiß-Grün:

  • schwarze Fachwerkbalken bzw. schwarzer Schieferbeschlag,
  • weiße Gefache und weiße Fensterrahmen und
  • grüne Holzschlagläden und Türen.

Dabei ist das sogenannte "Bergisch Grün" der Farbton, in dem Fensterläden und Türen der bergischen Fachwerkhäuser zu streichen sind, wenn es denn denkmalgerecht sein soll. Aber "Bergisch Grün" ist nicht nur ein einziger Farbton. Er variiert - je nach Region - zwischen Blaugrün und Gelbgrün, ist z.B. in Remscheid ein anderer als in Solingen, kann hell und / oder dunkel sein und wird im Zweifel von der jeweils zuständigen Denkmal- bzw. Baubehörde festgelegt.

"Richtig" im überlieferten Sinne sind Schlagläden, die in einem helleren Grünton gestrichen sind als die Türen, sofern diese nicht lieber ihr dunkles Eichenholz präsentieren sollen, kombiniert mit weiß lackierten Fenster- und Türrahmen.

Unsere Leistungen rund um die bergische Bauweise sind häufig Fenster, Fenstereinfassungen und Fensterläden, Eingangstüren und die Reparatur von schadhaften Balken. Im Inneren leisten wir alles vom Holzboden, über Türen und Wandvertäfelungen bis hin zur Balkendecke oder Deckenvertäfelungen.

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Aufgrund des hohen Quecksilbergehalt der ursprünglichen Farbe war sie weder natur- noch menschenfreundlich und so verschwand um 1900 das echte Bergische Grün. Seitdem kann man sich über die Farbe trefflich streiten.

Bei denkmalgeschützten Häusern achtet die Untere Denkmalbehörde in den bergischen Städten darauf, dass bei Fassadenarbeiten diese Farbe verwendet wird. Remscheid legt beispielsweise für seinen historischen Ortskern Lüttringhausen die Farben Bergischgrün-hell (RAL 6024, Verkehrsgrün) und Bergischgrün-dunkel (RAL 6004, Blaugrün) fest.

In Mettman ist „bergisch-grün“ eine Mischung aus RAL 6026, Opalgrün und RAL 6029, Minzgrün im Verhältnis 1:1.

Mancherorts wird auch Moosgrün (RAL 6005) als Bergisch Grün bezeichnet.

Schauen Sie sich die RAL-Farben in der Wikipedia an und sie sehen die deutlichen Unterschiede.

Selten ziert das ländliche bergische Fachwerkhäus noch eine zweigeteilte Klöntür. Sie ist oftmals aus Eiche und mit schönen Schmiedenägeln verziert. Eine Eigenheit bergischer Häuser, die es zu erhalten gilt.

Eine Klöntür ist eine Haustür, bei der es möglich ist, nur die obere Hälfte des Türflügels zu öffnen und die untere Hälfte dabei verschlossen zu lassen. Während man mit dem Nachbarn oder Passanten bei geöffneter Tür „klönen“ konnte, blieb unten eine Barriere für Tiere. Das Vieh konnte nicht entwischen (Stalltür) oder eindringen (Haus- oder Dielentür). Im Bergischen Land war die Bezeichnung „Klön- und Kladdertür“ üblich.